Friday, 31 October 2008
Punkt CH, Punkt
Im Gegensatz zu den Herausgebern von "Regio Aktuell", welche es nach unzähligen Anfragen geschafft hatten, mich von der Verteilerliste zu streichen (oder ist es der Aufkleber, der die Verträger abschreckt?), bewiesen die Heinis der Gratiszeitung ".ch" Borniertheit bis zum Abwinken. Nachem ich den albernen metallenen Schuhständer vor unserem Hauseingang hatte verbannen lassen, weil beim geringsten Luftzug die Zeitungen davonflogen und als Pappmaché auf dem Boden endeten, wurden ungefragt die Briefkästen zugemüllt. Vielerorts sah man deswegen mit Anti-".ch"-Aufklebern verzierte Briefkästen. Doch auch dadurch liessen sich die Verträger nicht abhalten, das Papier wurde einfach auf der Türschwelle deponiert.
Anfang Oktober dann die frohe Botschaft: Die Hauszustellungen von ".ch" werden eingestellt, die Gratiszeitung wurde neu lanciert und erhielt ein neues Konzept. Besser geworden ist das Blatt deswegen nicht, der Heizwert ist gleich geblieben. Und die Redaktion sollte sich schämen, aus einer Fliege eine Biene zu machen.
Soviel für heute aus der Abteilung Bünzli.
Posted at 20:33 by Thomas in Environment | Comments[0]
Monday, 7 April 2008
Regio aktuell
Jeden Monat flattert "Regio aktuell" in meinen Briefkasten. Laut Website handelt es sich dabei um die grösste Zeitschrift der Nordwestschweiz: "200'000 Exemplare in Basel und Baselland mit einer halben Million Lesern".
Die Frage ist, wie man "Zeitschrift" definiert. Die vorliegende Ausgabe 04/2008 hat einen Umfang von 124 Seiten, wovon etwa 90 Seiten (fast drei Viertel) Werbung sind (die Hälfte auf den ersten Blick als solche erkennbar, die andere Hälfte im selben Layout wie die spärlichen Artikel ohne Werbehintergrund). Ist das eine Zeitschrift? Oder doch eher ein Werbekatalog, angereichert mit ein paar Reportagen über die Basler Cervelat-Prominenz?
Die "Zeitschrift" wird offenbar in alle Briefkästen der Region geliefert, und damit sei jeder Leser. Wiederum eine seltsame Definition. Allein in unserem Wohnhaus landen regelmässig 5 von 8 Ausgaben gleich in der Altpapierbox neben dem Eingang.
Egal ob man die "Zeitschrift" nun als Zeitschrift oder Werbekatalog betrachtet, "Regio aktuell" wird – zumindest in Basel – unadressiert zugestellt, offenbar durch die Firma Distriba. Ich habe bereits mehrmals per Email darum gebeten, meine Adresse aus der Liste der Zwangsabonnenten zu streichen bzw. Distriba zu instruieren, die Briefkastenaufkleber zu respektieren. Auf meinem Briefkasten befinden sich sowohl ein Aufkleber "Bitte keine Werbung" als auch ein Aufkleber "Bitte keine Gratiszeitungen" der Stiftung für Konsumentenschutz. In eine der beiden Kategorien fällt "Regio aktuell" auf jeden Fall, meiner Meinung nach in beide. Jedoch ist das Käseblättchen – abgesehen von gelegentlichen Flyern vom Pizza-Kurier um die Ecke oder einer missionarischen Sekte – das einzige, was trotz der Hinweise regelmässig im Briefkasten landet.
Aus diesen Gründen, und weil die Verteiler offenbar immer noch nicht angewiesen wurden, die Wünsche der vermeintlichen Empfänger zu respektieren, habe ich einen Aufkleber kreiert, welcher eine bildliche Sprache spricht. Für alle Werbe-Geplagten ist die Vorlage auch im PDF-Format erhältlich. Mal abwarten, ob ich damit mehr Glück habe.

Posted at 09:18 by Thomas in Environment | Comments[0]
Friday, 25 January 2008
Gratisafüüri
Heute morgen bot sich mir auf dem Weg zur Arbeit abermals ein Bild des Grauens. Dutzende Gratiszeitungen lagen auf der Strasse, zerknüllt, verunstaltet, vom nächtlichen Regen völlig durchweicht. Das ist schrecklich, denn so – ein guter Freund würde mir hier beipflichten – lassen sich die Zeitungen nicht mehr ihrer eigentlichen Bestimmung zuführen. Durch den hohen Regenwassergehalt sinkt der spezifische Brennwert rapide und damit auch die Eignung als Anzündmittel und Brennstoff für Holzöfen. Auch das Stopfen nasser Schuhe gestaltet sich eher schwierig.
Sollten die Gratiszeitungshersteller keine Massnahmen ergreifen, um ihre Produkte besser vor Wind und Wetter zu schützen, bin ich natürlich absolut dafür, dass die von den Schweizer Städten geforderte vorgezogene Entsorgungsgebühr umgehend eingeführt wird.
Posted at 08:17 by Thomas in Environment | Comments[0]
