Neustart für FDP.Die Liberalen

Alles, was mir momentan zur taumelnden Partei FDP.Die Liberalen einfällt:

Restart FDP.Die Liberalen

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Energie-Quiz des Schweizer Fernsehens

Auf einer Seite der Tagesschau des Schweizer Fernsehens wurde ich auf ein Energie-Quiz aufmerksam, welches mit "Testen Sie Ihr Wissen" beworben wird.

Los geht's.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK. Wenn ich mich auch wundere, wie man derart präzise Voraussagen unreflektiert und ohne Vertrauensintervall oder dergleichen angeben kann.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK. Einwände wie oben.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

Wie bitte?! Da scheine ich mich wohl getäuscht zu haben. Oder wurde da etwa nicht richtig recherchiert? Könnte es sein, dass aus den 6 Kandidaten für Endlager kurzum Endlager gemacht wurden?

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

OK.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

Und nochmals: Wie bitte? Zählt Wasserkraft nach der Definition des Schweizer Fernsehens nicht mehr zu den erneuerbaren Energien? Hier wurden wohl fälschlicherweise die neuen erneuerbare Energien mit erneuerbaren Energien im allgemeinen gleichgesetzt.

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

Ja, wirklich schade um Ihren. Ihren was?

Energie-Quiz Schweizer Fernsehen

(Das nicht allzu erstaunliche) Fazit: Fernsehen macht dumm.

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Setting up a Wacom Intuos 4 (M) tablet under openSUSE 11.3 (x86_64)

When I tried to make my Wacom Intuos 4 (M) tablet work under openSUSE 11.3 (x86-64 edition), I started with giving the prebuilt package wacom-kmp-desktop (or, depending on what kernel you have, -default, -pae or -xen) a shot. Unfortunately, it didn't work out of the box.

I removed the package and searched the web for useful instructions. I found a lot of useful resources, however, none comprised all the information I needed. Thus I wrote down all the steps that were necessary to make the tablet work on my system. I found this blog entry on setting up a Wacom Bamboo tablet under openSUSE 11.3 very helpful and follow its structure quite closely.

For the following, I assume that you have a working openSUSE 11.3 (x86-64 edition) installation, including.

  • Install the packages kernel-source, kernel-syms, xorg-x11-server-sdk and the standard build infrastructure (such as make and friends) with YaST or zypper.
  • Get the two source packages for the wacom kernel driver and the X utilities and driver from the Linux Wacom project. At the time of this writing, the stable versions were 0.8.8-10 and 0.10.8, respectively.
  • Build and install the kernel driver:

    I found the hint on correct usage of configure flags in the Linux Wacom project forum.
  • Copy the newly built driver to the modules directory:
  • Build the X11 utilities and driver:
  • Copy the X drivers to the default location so that they're found:
  • Remove any updates for the driver:
  • Create the file /etc/udev/rules.d/60-wacom.rules with the following contents:
    # udev rules for wacom tablets.
    KERNEL!="event[0-9]*", GOTO="wacom_end"
    # Multiple interface support for stylus and touch devices.
    DRIVERS=="wacom", ATTRS{bInterfaceNumber}=="00", ENV{WACOM_TYPE}="stylus"
    DRIVERS=="wacom", ATTRS{bInterfaceNumber}=="01", ENV{WACOM_TYPE}="touch"
    # Convenience links for the common case of a single tablet.
    # We could do just this:
    # ATTRS{idVendor}=="056a", SYMLINK+="input/wacom-$env{WACOM_TYPE}"
    # but for legacy reasons, we keep the input/wacom link as the
    # generic stylus device.
    ATTRS{idVendor}=="056a", ENV{WACOM_TYPE}!="touch", SYMLINK+="input/wacom"
    ATTRS{idVendor}=="056a", ENV{WACOM_TYPE}=="touch", SYMLINK+="input/wacom-touch"
    # Check and repossess the device if a module other than the wacom one
    # is already bound to it.
    ATTRS{idVendor}=="056a", ACTION=="add", RUN+="check_driver wacom $devpath $env{ID_BUS}"
    LABEL="wacom_end"
  • Create (or edit) the file /etc/X11/xorg.conf.d/20-wacom.conf with the following contents:
    Section "InputDevice"
    Driver "wacom"
    Identifier "stylus"
    Option "Device" "/dev/input/wacom" # USB ONLY
    Option "Type" "stylus"
    Option "USB" "on" # USB ONLY
    EndSection
    Section "InputDevice"
    Driver "wacom"
    Identifier "eraser"
    Option "Device" "/dev/input/wacom" # USB ONLY
    Option "Type" "eraser"
    Option "USB" "on" # USB ONLY
    EndSection
    # This section is for USB Bamboo with touch
    Section "InputDevice"
    Driver "wacom"
    Identifier "pad"
    Option "Device" "/dev/input/wacom" # USB ONLY
    Option "Type" "pad"
    Option "USB" "on" # USB ONLY
    EndSection
    Section "ServerLayout"
    Identifier "Layout[all]"
    InputDevice "stylus" "SendCoreEvents"
    InputDevice "eraser" "SendCoreEvents"
    InputDevice "pad" "SendCoreEvents"
    EndSection
    
  • This is taken from the Linux Wacom project HOWTO and tweaked a bit (could probably be improved a lot since I have no experience with configuring X).

  • Regenerate the module dependencies (as root):

That's it. Connect the tablet and restart X. You should now also be able to use the utility xsetwacom (or its graphical frontends such as kcm_tablet under KDE) to configure the tablet's behaviour.

With the setup described above, hotplugging doesn't work. Any hints on how to achieve this are appreciated.

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Ozean der Weisheit, grosse Leuchte, Gegenwart Buddhas?

Allen, die die einseitige Berichterstattung hiesiger Medien über den Konflikt um Tibet satt haben, empfehle ich die Lektüre des in 2. Auflage erschienenen Werks Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs von Colin Goldner. Es handelt sich um eine akribisch recherchierte Biographie von Tenzin Gyatso, auch bekannt als der 14. Dalai Lama. Eingestreut sind Exkurse zu verschiedenen Aspekten der tibetischen Geschichte und des tibetischen Buddhismus. Goldner entlarvt die vom Dalai Lama und seiner Gelbmützensekte verbreiteten Schauergeschichten über die Zustände im heutigen Tibet als Propaganda, ohne dabei die Propaganda der Volksrepublik China schönzureden.

Schön herausgearbeitet sind die Parallelen des (tibetischen) Buddhismus zu den drei grossen monotheistischen Religionen. Die Mönchskaste des "alten" Tibet hatten selbstverständlich sowohl die geistliche als auch weltliche Herrschaft inne - soweit nichts Neues. Aber das ausgeklügelte System, mit dem die einfachen, oftmals in Leibeigentschaft gehaltenen Leute, ruhig gehalten und gestellt wurden, sucht seinesgleichen. Laut Dogma riskiert, wer schlechtes Karma auf sich lädt, im nächsten Leben als Haustier oder gar in einer von vierzehn (?!) Höllen wiedergeboren zu werden. Besonders viel negatives Karma gibt's natürlich - wie könnte es auch anders sein - für Auflehnung (so gering sie auch sein mag) gegen Mönche. Abgestraft wurde jedoch nicht erst in der nächsten Reinkarnation, die Klöster im "alten" Tibet, d.h. bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, hatten eine Vielfalt von Foltertechniken bis zur Perfektion entwickelt. Da es tibetischen Buddhisten verboten ist, zu töten, stellte man sich bigotterweise auf den Standpunkt, dass man ja mit Folter niemanden töte. Man folterte einfach so lange, bis das Opfer fast tot war, und überliess es dann seinem Schicksal. Besonders beliebte Strafen waren, ebenfalls bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, Amputationen von Gliedmassen, Zungen, Ohren und das Ausstechen von Augen. Diese Zustände klingen nach Mittelalter, dauerten aber bis vor weniger als einem Jahrhundert an.

Dass die Tibeter vom Regen in die Traufe, bzw. von einem Terrorregime (der Mönche) nahtlos unter ein zweites Terrorregime (der Chinesen), gelangten, soll weder die Grausamkeiten der einen noch der anderen rechtfertigen. Aber es zeigt, dass das Leben vor dem Einmarsch der Chinesen alles andere als paradiesisch war - zumindest für Nicht-Mönche.

Goldner zeigt auf, dass der 14. Dalai Lama sich im Westen als Vorreiter für Frieden, Demokratie und Umweltschutz gibt (die Begriffe sind beliebig austauschbar durch Projektionen westlicher Verklärtheit), selbst aber trotz Wasserpredigten Wein trinkt und äusserst perverse Ansichten vertritt. Obwohl er immer wieder Gewaltlosigkeit propagiert, äusserte er sich mehrmals bewundernd über den Einsatz von Gewalt durch tibetische Unabhängigkeitskämpfer. Obwohl er zu einer vegetarischen Lebensweise rät, isst er selbst Fleisch. Da gläubige Tibeter keine Tiere töten dürfen, überlässt man die Drecksarbeit Ungläubigen. Das Fleisch kann man dann getrost und im Einklang mit den buddhistischen Lehren konsumieren, da man ja nicht selbst Hand angelegt hat. Und so weiter, uns so fort.

Wer sich etwas Aufklärung gönnen möchte, sollte zugreifen. Doch Vorsicht, Goldner geht unzimperlich mit dem grinsenden Gelbmützenkasper ins Gericht, was sich auch in seiner Sprache äussert. Nichts für zart Besaitete.

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SVG font rasterising with Batik and Inkscape

Recently, I stumbled upon a problem when trying to rasterise an SVG document.
The following simple SVG document shall be used to illustrate the point:

The document contains text set in a very small size.
When rasterised, the font should still look crisp and legible, without any anti-aliasing.
I therefore chose an 8 pixel bitmap font (which was made for exactly such purposes) and provided the attribute text-rendering="optimizeLegibility" to give potential rasteriser applications a hint as to how to deal with fonts.

Let's compare the output of two open source rasterisers: Batik (version 1.7, bitmap on the left) and Inkscape (version 0.46, bitmap on the right), at original scale and scaled up to 800%:

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik behaves as expected and makes proper use of the bitmap font, which consists only of white and black pixels.
Inkscape however applies anti-aliasing even though we explicitly asked not to do so by specifying the appropriate text-rendering attribute. This is a known problem and will hopefully be addressed in a future release.

Now imagine the above SVG is created programmatically (e.g. an XSL transformation) and the x/y coordinates of the text element turn out to be floating point numbers rather than integers. For instance, let's change the the x coordinate to 3.3:

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik 1.7 Inkscape 0.46

No problem for Batik, the output stays the same. Inkscape sticks to its anti-aliasing and produces blurry output that is practically illegible.

Now let's complicate the situation even more. Imagine the coordinates are floating point numbers with a decimal part of exactly 0.5:

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Now even Batik, which previously produced perfect results, has problems. It seems like every character of the string is positioned independently. Because of alleged rounding problems (there are probably ties), the characters are not glued next to each other with the same amount of space in between. The result looks awkward and is practically illegible, not to speak of the output of Inkscape which is basically a gray smear.

It took me a while to figure out how to remedy the situation. The simple workaround I found consists in making sure that the coordinates never have a decimal part of exactly 0.5. This can be achieved e.g. by putting the text element into a group element which is translated by a tiny little bit (here by 0.01 in the x direction):

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik 1.7 Inkscape 0.46

Batik produces perfect output, supposedly because there are no ties when it comes to rounding to the next integer anymore. Inkscape again applies anti-aliasing.

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Punkt CH, Punkt

Im Gegensatz zu den Herausgebern von "Regio Aktuell", welche es nach unzähligen Anfragen geschafft hatten, mich von der Verteilerliste zu streichen (oder ist es der Aufkleber, der die Verträger abschreckt?), bewiesen die Heinis der Gratiszeitung ".ch" Borniertheit bis zum Abwinken. Nachem ich den albernen metallenen Schuhständer vor unserem Hauseingang hatte verbannen lassen, weil beim geringsten Luftzug die Zeitungen davonflogen und als Pappmaché auf dem Boden endeten, wurden ungefragt die Briefkästen zugemüllt. Vielerorts sah man deswegen mit Anti-".ch"-Aufklebern verzierte Briefkästen. Doch auch dadurch liessen sich die Verträger nicht abhalten, das Papier wurde einfach auf der Türschwelle deponiert.

Anfang Oktober dann die frohe Botschaft: Die Hauszustellungen von ".ch" werden eingestellt, die Gratiszeitung wurde neu lanciert und erhielt ein neues Konzept. Besser geworden ist das Blatt deswegen nicht, der Heizwert ist gleich geblieben. Und die Redaktion sollte sich schämen, aus einer Fliege eine Biene zu machen.

Soviel für heute aus der Abteilung Bünzli.

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Regio aktuell

Jeden Monat flattert "Regio aktuell" in meinen Briefkasten. Laut Website handelt es sich dabei um die grösste Zeitschrift der Nordwestschweiz: "200'000 Exemplare in Basel und Baselland mit einer halben Million Lesern".

Die Frage ist, wie man "Zeitschrift" definiert. Die vorliegende Ausgabe 04/2008 hat einen Umfang von 124 Seiten, wovon etwa 90 Seiten (fast drei Viertel) Werbung sind (die Hälfte auf den ersten Blick als solche erkennbar, die andere Hälfte im selben Layout wie die spärlichen Artikel ohne Werbehintergrund). Ist das eine Zeitschrift? Oder doch eher ein Werbekatalog, angereichert mit ein paar Reportagen über die Basler Cervelat-Prominenz?

Die "Zeitschrift" wird offenbar in alle Briefkästen der Region geliefert, und damit sei jeder Leser. Wiederum eine seltsame Definition. Allein in unserem Wohnhaus landen regelmässig 5 von 8 Ausgaben gleich in der Altpapierbox neben dem Eingang.

Egal ob man die "Zeitschrift" nun als Zeitschrift oder Werbekatalog betrachtet, "Regio aktuell" wird – zumindest in Basel – unadressiert zugestellt, offenbar durch die Firma Distriba. Ich habe bereits mehrmals per Email darum gebeten, meine Adresse aus der Liste der Zwangsabonnenten zu streichen bzw. Distriba zu instruieren, die Briefkastenaufkleber zu respektieren. Auf meinem Briefkasten befinden sich sowohl ein Aufkleber "Bitte keine Werbung" als auch ein Aufkleber "Bitte keine Gratiszeitungen" der Stiftung für Konsumentenschutz. In eine der beiden Kategorien fällt "Regio aktuell" auf jeden Fall, meiner Meinung nach in beide. Jedoch ist das Käseblättchen – abgesehen von gelegentlichen Flyern vom Pizza-Kurier um die Ecke oder einer missionarischen Sekte – das einzige, was trotz der Hinweise regelmässig im Briefkasten landet.

Aus diesen Gründen, und weil die Verteiler offenbar immer noch nicht angewiesen wurden, die Wünsche der vermeintlichen Empfänger zu respektieren, habe ich einen Aufkleber kreiert, welcher eine bildliche Sprache spricht. Für alle Werbe-Geplagten ist die Vorlage auch im PDF-Format erhältlich. Mal abwarten, ob ich damit mehr Glück habe.

Bitte kein Regio aktuell

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Taiwan does not exist

The state-run Chinese news agency Xinhua reported that "China cracks down on illegal online map services to protect state security". China's defiance is just ludicrous. Please regard this as an online service:

Taiwan in Kgeography

(Screenhot taken from Kgeography)

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In- und Konsequenzen

In letzter Zeit liest man ja wieder so einiges über pädophile Übergriffe in der römisch-katholischen Kirche Schweiz.

Der Tagesanzeiger berichtete von einer Frau, die erst im Pensionsalter ihr Schweigen über die an ihr begangenen sexuellen Übergriffe durch den Dorfpfarrer brach. Der Artikel endet folgendermassen:

Obwohl Maria Sterck bis heute weder eine Entschuldigung gehört noch eine Genugtuung erhalten hat, ist sie noch immer Mitglied der katholischen Kirche. Deren Gottesdienste besucht sie aber nicht mehr. Heute sagt sie: «Glaube ja, Kirche nein.»

Aussage und Handeln stehen in krassem Widerspruch. Nur mit einem Austritt könnte sie ihr Nein zur Kirche bekräftigen. Stattdessen bezahlt sie weiterhin brav die Kirchensteuern und unterstützt damit ausgerechnet weiterhin diejenige Institution, die Leid über sie brachte und weiterhin bringt.

Die Sonntagspresse berichtet über eine Fernsehpredigern, die es gewagt hatte, Kritik am Zöllibat und am kircheninternen Umgang mit pädophilen Priestern zu üben. Sie prangerte insbesondere an, dass die Kirche Priester, die sich zu einer Partnerschaft mit einer (erwachsenen) Frau bekennen, abgesetzt, aber pädophile Priester im Amt verbleiben dürfen und allenfalls ein neues Ämtli erhalten. Sowas aber auch. Klar, dass diese Kritik nicht mit Wohlwollen aufgenommen wurde. In krassem Gegensatz dazu stehen die Reaktionen der katholischen Würdenträger auf den Suizid eines Neuenburger Priesters, der unter Verdacht stand, sich sexueller Übergriffe auf Minderjährige schuldig gemacht zu haben. In diesem Zusammenhang wurden die mediale Hatz scharf kritisiert. Nirgends ein Wort davon, dass der Priester allein schon mit seinem Freitod (und das erst noch mit einer Armeewaffe – vgl. Initiative gegen Waffengewalt) eine Todsünde begangen hat und dafür im Purgatorium schmoren muss. Und es soll mir jetzt niemand mit irgendwelchem Gewäsch von mildernden Umständen kommen und der Unvereinbarkeit von liebem Gott und Hölle kommen. Zum Glück gibt's den Katechismus online, da steht alles drin, was man als Katholik wissen muss. Laut Art. 2281 ist Selbstmord eine Todsünde, und laut Art. 1854 ff. gibt es es im Falle des besagten Priesters keinen Anlass, die Tod- in eine lässliche Sünde abzumildern.

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Schnitzelbänke in homöopathischen Dosen

Zum ersten Mal überhaupt habe ich mich an der Basler Fasnacht abends in ein Restaurant gewagt, um überteuerte Gerichte und Schnitzelbänke zu konsumieren. Im Restaurant Kunsthalle bezahlt man den Eintrittspreis nicht gesondert, sondern über die Konsumation. Anders kann ich mir den Preis von CHF 46.- für ein Paillard de veau (aka Kalbsschnitzel), lieblos zusammen mit einer Handvoll Broccoli angerichtet, nicht erklären. Allerdings kann ich keinen Vergleich angstellen, da sich die Website über die Preise vornehm ausschweigt. Das Servicepersonal arbeitete zackig, fast ein bisschen zu zackig, sodass man sich manchmal fast etwas abgefertigt vorkam. Zwischen 19 und 23 Uhr traten exklusiv Bänke von den Comité-Schnitzelbänken auf: Banggomat, Doggter FMH, Gluggersegg, Hanslimaa, Penetrante, Pierrot, Schlyffstai, Spitzbueb. Vielleicht habe ich auch noch 1-2 vergessen. Jedenfalls sind 8 bis 10 Bänke verteilt auf 4 Stunden nicht gerade viel, das ist gerade mal ein Bank pro halbe Stunde. Den Anfang machte ein Einzelkämpfer, dessen Name mir leider entfallen ist. Er vergass die Pointe des 2. oder 3. Verses, war dann völlig aus dem Konzept und räumte das Feld. Seltsamer Auftakt. Sehr gut gefielen mir die pointierten Verse von Doggter FMH und Spitzbueb, Schlyffstai stellten mit ihren musikalischen Qualitäten jeden TV-gecasteten "Music-Star" in den Schatten. Den Schlusspunkt setzte Hanslimaa, der leider schon ein paar gespritze Weisse zu viel intus hatte und sich deshalb des öfteren verhaspelte oder mitten im Vers eine Amnesie hatte – alles in allem ein eher peinlicher Auftritt. Den Singvogel hätten wir gerne noch gehört, aber der machte rechtsumkehrt, als er das sich in Aufbruchsstimmung befindliche Publikum sah.

Persönliches Fazit: Nächstes Mal quetsche ich mich, obwohl ich Drängeln hasse wie die Pest, lieber in einen Cliquen-Keller.

Gerne hätte ich einen Vergleichsdienst konsultiert, welcher Aufschluss über Schnitzelbankangebot, Preise etc. von Basler Restaurants gibt. Kennt jemand etwas Derartiges?

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